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Rückgang der Chemieproduktion scheint gestoppt

Rückgang der Chemieproduktion scheint gestoppt – Branche hofft auf 2024

Die Chemieindustrie verbucht erstmals seit sechs Quartalen ein Produktionsplus. Für das Gesamtjahr erwartet die Branche aber weiter einen deutlichen Rückgang der Umsätze.

Frankfurt. Die unter schwacher Nachfrage leidende Chemieindustrie hat offenbar die Talsohle bei der Produktion erreicht. Im dritten Quartal konnte die deutsche Chemie- und Pharmaindustrie erstmals seit sechs Quartalen wieder ein leichtes Produktionsplus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal verbuchen, wie der Branchenverband VCI am Dienstag mitteilte.

 

Ohne das Pharmageschäft stieg sie sogar um 1,7 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr stand allerdings immer noch ein Rückgang der Produktion von insgesamt 6,1 Prozent zu Buche. Zwar habe sich die Nachfrage zuletzt auf niedrigem Niveau stabilisiert. Von einer Trendwende wollte der VCI aber noch nicht sprechen, den Unternehmen fehlten schlichtweg die Aufträge. Preise und Umsatz fielen abermals.

 

„Die deutsche Chemieindustrie tritt auf der Stelle und die Hoffnungen auf eine Besserung zum Jahresende schwinden. Hohe Energie- und Rohstoffpreise und der Auftragsmangel werden die Geschäfte weiterhin belasten“, erklärte VCI-Präsident Markus Steilemann.

 

Strompreispaket der Bundesregierung entlastet Chemiebranche nicht

 

„Unsere Unternehmen sind deshalb gezwungen auf die Kostenbremse zu treten – sei es durch die Schließung von Produktionsanlagen, die Aufgabe einzelner Geschäftsfelder oder die Verlagerung von Investitionen ins Ausland.“ Das Strompreispaket der Bundesregierung bringe für die Chemiebranche, die Deutschlands größter industrieller Energieverbraucher ist, keine echte Entlastung.

 

Für das Gesamtjahr bekräftigte der VCI seine Prognose. Demnach wird unverändert ein Rückgang der chemisch-pharmazeutischen Produktion von acht Prozent erwartet. Der Branchenumsatz dürfte um 14 Prozent schrumpfen. Im dritten Quartal fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,8 Prozent. Allerdings nahm die Geschwindigkeit des Rückgangs im Vergleich zu den Vormonaten deutlich ab. Die Preise sanken um 5,5 Prozent. Die aktuelle Geschäftslage bewerteten die Unternehmen unverändert negativ, auch im Winter dürften die Geschäfte schwierig bleiben. Eine Belebung werde frühestens im kommenden Jahr erwartet, auf das die Unternehmen nun ihre Hoffnungen setzten.

 

Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/branchenverband-vci-rueckgang-der-chemieproduktion-scheint-gestoppt-branche-hofft-auf-2024/29499602.html